Work-Life-Bullshit

Es ist morgens, noch vor dem Frühstück. Er arbeitet. Es ist Nachmittag, wir trinken Kaffee. Er arbeitet. Es ist Sonntagmittag. Er arbeitet. Samstag? Hat er auch gearbeitet. Ist er unzufrieden? Meckert er? Nein. Das neue Leben als Bauer hat aus ihm einen Workaholic gemacht. Einen ziemlich glücklichen Workaholic. Und als Frau Bauer betrachte ich mit Wohlwollen, wie da draußen Ställe in die Höhe, Zäune in die Breite, Tomatenpflänzchen, Stachelbeersträuche und Birnenbäume in alle Richtungen wachsen.

Und ich denke um. Öffentlich mokierte man sich vor einiger Zeit über diese doofen Amis, die im Schnitt 500 Stunden mehr arbeiten als der Deutsche, wie die Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) in Genf schrieb. Die leben wohl nur, um zu arbeiten. Was für eine kranke Moral. Work-Life-Balance ist das Motto der Stunde. Eine Generation, die schon in Vorstellungsgesprächen eine gehörige Portion Freizeit eintütet, übernimmt das Ruder.

Aber ist das der richtige Weg? Kann „Life“ etwas anderes sein als „Work“? [weiterlesen bei Cicero Online…]

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