Ja, ich habe Panka gegessen

Wer meuchelt, heuchelt? Nicht nur! Die Grüne Woche zeigt: Mit Halbwahrheiten und Bigotterie wird auf allen Seiten gekämpft – sowohl bei Veganern als auch bei Fleischessern

Pankas Fleisch war zart. Dazu gab es Möhrchen in Vanilleschoten gedünstet und selbstgestampfte Kartoffeln. Panka war ein Walachenschaf. Genauer: Ein Walachenlamm. Wir kannten es, hatten es fast täglich auf der Weide mit seinen Kollegen herumlungern sehen. Und nun war Schluss, Pankas Leben sollte das zarte Lammesalter von einem Jahr nicht überdauern. Unseretwegen.

Im Morgengrauen ging es auf den Hänger, der ihn zum Schlachter brachte. Es war noch immer dunkel draußen, als Panka und acht weitere Lämmer nacheinander vor ihren Henker traten. Der Bolzenschuss schaltete in Pankas Großhirn das Schmerzsystem aus, dann ein Schnitt durch die Kehle und das noch schlagende Herz pumpte das Blut aus dem Leib des Lammes. Der Tod kam gnädig über die Tiere. Weder unser Lamm noch eines seiner Gefährten schrie oder zeigte Anzeichen von Angst und Panik. Sie starben, wie sie gelebt hatten. Ohne jedes Bewusstsein für ihr eigenes Dasein. Aber die Zeit, die sie auf der Erde verlebten, die war gut. Voll taufrischem Gras, mit einem bisschen Gemäh‘ und dem Glucksen des Flusses, an dem Pankas Herde weidete. […weiterlesen bei Cicero Online]

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